Thingstätte

Aktualisiert: 31. Okt 2018

Eine besonders schöne Geschichte hat die Thingstätte auf dem Heiligenberg nicht. Sie wurde im Jahre 1934-35 vom Reichsarbeitsdienst und Heidelberger Studenten erbaut und am 22. Juni 1935 von Propagandaminister Joseph Goebbels eröffnet und sollte nachher hauptsächlich für Propagandaveranstaltungen genutzt werden.


Nach dem Vorbild antiker griechischer Theater, hat die Freilichtbühne 56 Zuschauerreihen, die 25 Meter schräg ansteigen, darin fanden bei der Eröffnung 20.000 Menschen Platz.




Die Thingstätte soll auf einem angeblichen germanischen Kultplatz errichtet worden sein, womit sie als Bestandteil der nationalsozialistischen Blut und Boden-Mystik ausgegeben wurde.


Während des Zweiten Weltkriegs war die Thingstätte allerdings bereits weitgehend ungenutzt und danach ließ man sie verfallen. Lediglich das ein oder andere Konzert mit Größen der Musikwelt wie Joan Baez oder Konstantin Wecker fand hier in den letzten Jahrzehnten statt.

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